Unfall mit Leasingfahrzeug

Bereits 4 von 10 der zugelassenen Fahrzeuge in Deutschland werden geleast. Leasing gewinnt immer mehr an Attraktivität und überzeugt durch Vorteile wie, den Wertverlust des Autos nicht selbst tragen zu müssen. Doch wie sieht das bei einem Unfall aus und was sollten Sie dann beachten? 

Was Sie über Leasingfahrzeuge wissen sollten

Leasing ist eine Nutzungsüberlassung, d.h. der Leasinggeber – die Bank oder Leasinggesellschaft – finanziert das Auto und überlässt es dem Leasingnehmer zur Nutzung. Eigentümer des Fahrzeuges ist nicht der Fahrer sondern die finanzierende Bank oder die Leasinggesellschaft. Das führt dazu, dass im Fall eines Unfalls noch einige Fettnäpfe mehr in Ihrem Weg stehen.

ACHTUNG FETTNAPF keine Eigenmächtigkeiten

Zunächst informieren Sie Ihre Bank oder Leasinggesellschaft über den Unfall. Denn diese sind die tatsächlichen Eigentümer des von Ihnen genutzten Fahrzeuges. Dieser sogenannte Leasinggeber bestimmt das weitere Vorgehen. Dementsprechend wichtig ist es, dass alle Schritte über das weitere Vorgehen VOR ihrer Ausführung mit dem Leasinggeber abgesprochen werden. Denn schlussendlich entscheiden nicht Sie als Nutzer, ob das Auto repariert wird oder nicht, sondern der Leasinggeber.

ACHTUNG FETTNAPF Werkstattbindung

Wichtig ist, dass Sie spätestens jetzt Ihren Leasingvertrag auf eine eventuell bestehende Werkstattbindung prüfen. Werkstattbindung meint in diesem Zusammenhang, dass manche Leasinggeber darauf bestehen, dass ihre verunfallten Fahrzeuge nur in bestimmten Werkstätten repariert werden. Beachten Sie bestehende Werkstattbindungen nicht, droht Ihnen schlimmstenfalls die komplette Kostenlast der Reparatur, regelmäßig wird sich um Differenzen gestritten.

ACHTUNG FETTNAPF Totalschaden

Übersteigen die kalkulierten Reparaturkosten einen bestimmten prozentualen Wert des Wiederbeschaffungsaufwandes für das genutzte Fahrzeug, entscheidet sich die Bank für eine Totalschadenabrechung. Die Schwierigkeit für Sie als Fahrzeugnutzer: Dieser Prozentsatz ist von Leasinggeber zu Leasinggeber unterschiedlich!

 

Hier ein kleines Beispiel:

Ihr Leasinggeber hält im Vertrag fest, dass die Reparaturkosten 60 % vom Wiederbeschaffungsaufwand nicht übersteigen dürfen. Sie haben mit dem Leasingauto einen Verkehrsunfall. Das verunfallte Leasingfahrzeug wird von einem Gutachter geprüft. Dieser stellt fest, dass sich die Reparaturkosten auf 10.000 € belaufen würden. Die Höhe des Wiederbeschaffungsaufwands für das Auto beträgt 16.500 €. Nach klassischer Totalschaden-Definition (Reparatur ist bis maximal 130% der Wiederbeschaffungskosten zu rechtfertigen) könnten Sie von einer problemlosen Reparaturfreigabe ausgehen. Die Reparaturkosten sind in diesem Beispiel jedoch bereits mehr als 60 % vom Wiederbeschaffungsaufwand. Der Leasinggeber wird sich in diesem Fall für eine Totalschadenabrechnung entscheiden. Die Reparaturkosten sind im Verhältnis zum Wiederbeschaffungsaufwand zu groß und aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten für den Leasinggeber nicht mehr vertretbar. Haben Sie sich in dieser Konstellation ohne Absprache mit dem Leasinggeber für eine Reparatur entschieden, wird die Regulierung für Sie kompliziert. 

ACHTUNG FETTNAPF Wertminderung

Durch einen Unfall wird das Fahrzeug im Wert gemindert, bei einem späteren Verkauf wird es – trotz ordnungsgemäßer Reparatur – einen geringeren Verkaufserlös erzielen. Gehört das Fahrzeug Ihnen, steht Ihnen persönlich auch die Erstattung der Wertminderung als Schadenersatzleistung zu. Bei geleasten Fahrzeugen fließt die Wertminderung jedoch in das Leasingkonto ein und wird meistens in die Abschlussrechnung einkalkuliert. Sie erhalten Ihre Abschlussrechnung und müssen beispielsweise als letzte Rate 500 € tilgen. Die Wertminderung, die im Gutachten festgehalten wurde beträgt 300 €. Ihre letzte Rate wird dann um die Wertminderung reduziert. Dass heißt in diesem Fall würde die Abschlussrate noch 200 € betragen. Übernehmen Sie das Fahrzeug zum Ende des Leasingzeitraumes nicht, gehört die Wertminderung dem Leasinggeber.

ACHTUNG FETTNAPF Gerichtsverfahren nötig

Falls es zu einer Klage kommt, weil beispielsweise die Schuldfrage zwischen Unfallverursacher und Geschädigtem strittig ist, muss die Klage vom Leasinggeber freigegeben werden. Sie als Leasingnehmer dürfen ohne Zustimmung des Leasinggebers keine Klage einreichen. Erst nach Zustimmung der Bank oder der Leasinggesellschaft wird Ihnen eine aktive Legitimation übertragen. Danach dürfen Sie als Leasingnehmer Ihre Ansprüche vor Gericht auf eigenen Namen einfordern. Das dann selbstverständlich auf eigene Kosten.

Der für Sie sicherste Weg nach einem Unfall mit Leasingfahrzeug

Vermeiden Sie von Anfang an unnötige Kostenrisiken und nutzen Sie für sich die Sicherheit eines erfahrenen Expertennetzwerkes.Im faire-Regulierung Netzwerk werden Ihre Aufwände minimiert und die bestmögliche Entschädigung für Sie gesichert.

Ihren Unfall melden Sie uns einfach online oder telefonisch unter der kostenfreien Nummer 0800 30 111 60. Innerhalb weniger Minuten kontaktiert Sie ein Experte aus unserem Netzwerk telefonisch. Nun werden alle weiteren Schritte besprochen.

Ihr besonderer Vorteil: Als Nutzer der fairen-Regulierung haben Sie Zugriff auf das innovative KIS (Kundeninformationssystem) Das bedeutet für Sie, alle notwendigen Dateien – wie beispielsweise Gutachten oder Erstattungsabrechnungen –  sind für Sie jederzeit direkt und datenschutzgerecht erreichbar. Einfach und zeitgemäß sogar über Ihr Smartphone. Und bei Bedarf ist immer noch Ihr persönlicher Ansprechpartner direkt für Sie da.